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29.08.2020, 09:47 Uhr | Bremervörder Zeitung - Theo Bick
Imbusch gelingt deutlicher Sieg
Bremervörder CDU beantwortet Kandidatenfrage eindeutig – Stefan Imbusch tritt bei der Bürgermeisterwahl 2021 an

Stefan Imbusch ist der Kandidat der Bremervörder CDU für die Bürgermeisterwahl 2021. Bei der Nominierungsversammlung vor Rekordkulisse – trotz strenger Corona-Auflagen – im Gasthof "Pülsch" setzte sich der 47-Jährige aus Nieder Ochtenhausen gegen seinen innerparteilichen Konkurrenten Frank Pingel durch. Das Ergebnis fiel am Ende deutlicher aus, als von den meisten erwartet worden war. Imbusch erhielt 162 Stimmen, für Pingel votierten lediglich 64 CDU-Mitglieder. Weitere Kandidaten hatten sich nicht gemeldet.

Gewählter Kandidat: Dirk Stelling (rechts) gratuliert Stefan Imbusch im Beisein von dessen Tochter Merle und Ehefrau Corinna. Foto: Bick
Iselersheim -

Als Dirk Stelling kurz vor 21 Uhr das Ergebnis der Auszählung überreicht bekam, konnten Beobachter einen kurzen Moment des Erstaunens in seinem Gesicht erkennen. Nach der Verkündung der Zahlen war auch klar, warum. Mit einem so deutlichen Ergebnis hatten im Vorfeld nur die wenigsten gerechnet. Der Vorstand hatte zuvor "eindeutig keine Empfehlung" (Stelling) für einen Kandidaten abgegeben. Von 227 stimmberechtigten Mitgliedern hatten 226 ihre Stimme abgegeben – knapp 72 Prozent vereinte Imbusch auf sich.

Dementsprechend fielen die Reaktionen bei der Verkündung des Auszählungsergebnisses aus. Glückwünsche für den strahlenden Sieger – zu den ersten Gratulantinnen gehörten Ehefrau Corinna und Tochter Merle – sowie ein gefasster, aber sichtlich enttäuschter Frank Pingel.

Zuvor hatten beide Kandidaten jeweils 15 Minuten Redezeit, um für sich und ihr Programm zu werben. Schon dabei war eine erste Präferenz der Parteimitglieder in der Kandidatenfrage zu erkennen. Deutlich häufiger applaudierten die Christdemokraten während der Rede des späteren Siegers.

Er selbst sei geradlinig, verlässlich und ehrgeizig und dazu erzogen worden, anzupacken, betrieb Imbusch Werbung in eigener Sache. "Ich sehe mich als absoluten Teamplayer". In Bremervörde passiere eine ganze Menge, erinnerte Imbusch an Investitionen in den Campus, mehrere Feuerwehrhäuser und das Elmer Bürgerhaus. Die To-do-Liste sei nicht weniger klein.

Immer wieder legte der Nieder Ochtenhausener Wert darauf, die zu Bremervörde gehörenden Ortschaften in sein Programm mit einzubeziehen. So müssten Investitionen auch in Zukunft ausgewogen zwischen Stadt und Ortschaften verteilt werden. Ähnliches beim Thema Baulandentwicklung. "Hier müssen Pflöcke in die Erde", betonte Imbusch. "Die Innenstadt braucht ein Baugebiet. Das ist zwingend nötig", betonte Imbusch und deutete an, dass diesbezüglich demnächst etwas verkündet werden könnte.

Moment des Sieges: Stefan Imbusch erhält die deutliche Mehrheit. Konkurrent Frank Pingel unterliegt.Gleichwohl habe er das Gefühl, es könne überall gebaut werden, nur nicht "hier bei uns" in den Ortschaften. Sollten beide gewählt werden, wolle er künftig mit einem Landrat Marco Prietz dafür sorgen, jungen Menschen das Bauen zu ermöglichen. "Jeder, aber auch wirklich jeder, der bauen will, soll das." Zudem wolle er bei der Flurbereinigung im Zuge des Autobahnbaus zwischen den Akteuren vermitteln. Viele Betriebe, "gerade hier oben in den Norddörfern" seien stark betroffen. Stichwort Autobahn. Diese sei für die Ostestadt eine große Chance. Für sein erstes Amtsjahr plane er eine Standortbestimmung in Bezug auf mögliche Gewerbeansiedlungen an der A20. Nicht fehlen dürften diesbezüglich Gespräche mit den benachbarten Samtgemeinden Geestequelle sowie Himmelpforten/Oldendorf.

Daraus, dass er schon länger Ambitionen auf den Posten des Bürgermeisters hegt, machte Konkurrent Frank Pingel in seiner Rede keinen Hehl. Er habe sich in den vergangenen Jahren immer wieder hinterfragt, ob er dem Amt gewachsen sei. Nach längerem Überlegen habe er diese Frage für sich mit "Ja" beantwortet.

Dazu beigetragen hätten auch seine mit viel Verantwortung verbundenen Ehrenämter als Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes und als Präsident des DRK-Kreisverbandes Bremervörde. Aufgeben wolle er diese Ämter im Falle eines Wahlsieges nicht: "Wer den Bürgermeister Frank Pingel einkauft, kauft auch diese beiden Präsidentschaften mit ein." Vom Publikum gab es für diese Aussage keinen Applaus.

Pingel forderte, dass sich Bremervörde mehr auf seine Stärken besinnen müsse. Hervorzuheben sei etwa die Struktur des Einzelhandels. Er plädierte dafür, den Kontakt zwischen Wirtschaft, Handel und Einzelhandel und der Verwaltungsspitze zu intensivieren. Eine "Riesenchance" für Bremervörde sei die Autobahn.

Inhaltlich wurde Pingel an wenigen Stellen konkret. Bei vielen Projekten lasse sich heute noch nicht sagen, ob sie durchgezogen werden könnten, so Pingel vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. "Wir müssen den Wählern reinen Wein einschenken."

In gewisser Weise taten das kurz darauf die CDU-Mitglieder mit ihrem deutlichen Votum für Stefan Imbusch. Dieser sagte gestern auf BZ-Nachfrage: "Ich bin sehr dankbar über die große Unterstützung – sowohl beim Votum als auch im Vorfeld." Der nächste wichtige Schritt seiner Kandidatur werde nun die Klausurtagung der Bremervörder CDU Ende September.

Die Veranstaltung am Donnerstagabend schloss derweil Dirk Stelling mit einer Kampfansage an die politische Konkurrenz: Jede andere Partei in Bremervörde sei neidisch darauf, dass die CDU zwei Kandidaten präsentieren konnte, die in der Lage seien, das Amt des Bürgermeisters zu bekleiden. Nun gehe es darum, geschlossen hinter dem gewählten Kandidaten zu stehen.

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