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25.08.2020, 00:26 Uhr
CDU setzt auf die Brennstoffzelle
Stadtratsfraktion möchte Bremervörde als Standort für Wasserstoffwirtschaft profilieren
Die Region Nordostniedersachsen möchte Modellregion für Wasserstoffwirtschaft werden – das haben die elf Landkreise im Amtsbezirk Lüneburg bereits 2018 beschlossen. Seitdem ist viel in der Region passiert. Mit dem Coradia iLint, dem ersten Wasserstoff-betriebenen Nahverkehrszug der Welt, steht bereits der erste „Leuchtturm“ in Bremervörde.

Marco Prietz, Fraktionsvorsitzender
Auch wenn die „iLints“ zurzeit nicht fahren, weil sie nach der Testphase gerade zwecks Datenauswertung bei ihrem Hersteller Alstom weilen, ist doch sicher, dass ab 2022 die hellblauen Züge das Bild des Schienenverkehrs in der Region bestimmen werden. Die EVB errichtet dafür gerade eine Wasserstofftankstelle in Bremervörde.   

Neben der EVB gibt es aber noch über 50 weitere Unternehmen, die sich im „Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen“ (H2NoN) engagieren. In diesem Netzwerk arbeiten die öffentliche Hand und Privatunternehmen zusammen, um das Ziel der „Modellregion“ zu erreichen. Mit der Auszeichnung als „HyExperts“ im Rahmen des Bundesprogramm „HyLands“ hat man bereits einen großen Erfolg verzeichnen können. Mit den dadurch akquirierten Mitteln wird nun das Projekt „Lastverkehr mit grünem Wasserstoff“ finanziert. Die Region weist ein großes Potenzial auf, um den Lastverkehr auf Antriebe mit Wasserstoff aus regenerativen Energien umzustellen.

Die CDU-Fraktion beantragt daher die Verwaltung zu prüfen, ob die Stadt Bremervörde ein oder mehrere Fahrzeuge ihres Fuhrparkes nicht durch ein Brennstoffzellen-betriebenes Fahrzeug ersetzen können. Mit der Firma Linde, die die Wasserstofftankstelle in Bremervörde betreiben wird, sollen Verhandlungen geführt werden, ob deren Tankstelle – die in unmittelbarer Nähe des städtischen Bauhofes liegt – für die Betankung genutzt werden könnte.

Des Weiteren beantragt die CDU, dass Vertreter des Wasserstoffnetzwerkes Nordostniedersachsen eingeladen werden sollen, um in öffentlicher Sitzung über den aktuellen Sachstand zu berichten.

„Wir wollen als gutes Beispiel voran gehen“, erläutert Fraktionsvorsitzender Marco Prietz die Initiative seiner Fraktion. Dem Klimawandel könne man nur mit innovativen Ansätzen begegnen. „Die Wasserstofftechnologie ist ein gutes Beispiel dafür, dass Ökologie und Ökonomie sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern Hand in Hand gehen müssen“, so Prietz. Er betonte ausdrücklich, dass die Beschaffung eines Fahrzeuges erst einmal mit als „erster Schritt“ zu sehen ist. Darüber hinaus biete Wasserstoff noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten.

Die entsprechenden finanziellen Mittel für den Fahrzeugkauf könnten dann im nächsten Haushaltsplan bereitgestellt werden. „Das Land Niedersachsen hat am 31. Juli ein Förderprogramm für kommunale Brennstoffzellen-Fahrzeuge herausgebracht“, berichtete Finanzausschussvorsitzender Dirk-Frederik Stelling. Somit könnte man trotz angespannter Haushaltslage die notwendigen Mittel aufbringen.

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