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21.11.2019, 18:00 Uhr | Bremervörder Zeitung - Theo Bick
Gastredner mit Perspektive von Kreis- und Bundesebene
MdB Oliver Grundmann und Kreistagsmitglied Marco Prietz am Rednerpult
Bei der Mitgliederversammlung der Bremervörder CDU im "Haus am See" trat unter anderem der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann aus Stade ans Rednerpult. Den Schwerpunkt seiner Gastrede legte er insbesondere auf die Klimapolitik und arbeitete sich dabei an der politischen Konkurrenz ab. "Die Vorschläge der Grünen überlasten die Wirtschaft, und die AfD verkennt wissenschaftliche Erkenntnisse", sagt Grundmann.
"Klimaschutz darf nicht zulasten des ländlichen Raumes geschehen" - Oliver Grundmann, MdB
Bremervörde - Der Christdemokrat plädierte hingegen dafür, der Klimaproblematik mit  Technologie- und Innovationsoffenheit zu begegnen: "Die Probleme lassen sich nicht gegen, sondern nur mit der Marktwirtschaft lösen." In diesem Zusammenhang habe der Elbe-Weser-Raum die Chance, von der Energiewende in ungeahntem Ausmaß zu profitieren, wiederholte  Grundmann seine Vision von einer "Energie-Region". Er denke da an den durch Bremervörde fahrenden Wasserstoffzug "Coradia iLint", ein mögliches LNG-Terminal in Stade und Brennstoffzellentechnik von der Kirchhoff-Gruppe in Osterholz. Dafür nötig seien jedoch Mut und Wille für Veränderungen:

"Vieles funktioniert in Deutschland nicht, weil vielerorts erst mal gegen alles protestiert wird."

Marco Prietz, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, bestätigte, dass sich der Landkreis zurzeit in einer guten finanziellen Lage befindet. Das müsse er jedoch auch sein, um seine Verpflichtungen gegenüber den Kommunen zu erfüllen, von denen auch Bremervörde enorm profitiere. Als Beispiele nannte Prietz den finanziellen Anteil des Landkreises für den HVV-Beitritt zum 15. Dezember, die Erhöhung der Investitionssummen für den Straßenbau von sieben auf mittlerweile über 13 Millionen Euro im Jahr, die Mitfinanzierung des Breitbandausbaus sowie den Neubau von Gymnasium und Berufsbildenden Schulen (BBS) in Bremervörde.

Alleine für den Schulbau werde der Landkreis voraussichtlich deutlich mehr als 60 Millionen Euro investieren. Ziel sei die Vergabe des Bauauftrages an einen Generalübernehmer im kommenden Jahr. Anschließend müsse mit einer Bauzeit von drei Jahren gerechnet werden. Eine Fertigstellung der Schulen könnte somit Mitte 2023 realistisch sein. Erst danach könnten dann die bisherigen Schulgebäude von Gymnasium und BBS abgerissen werden.

Und auch bei der Sanierung des Bachmann-Museums in Bremervörde sei der Landkreis engagiert dabei. Aus heutiger Sicht sei von einem Sanierungsprozess auszugehen, der sich inklusive der Planungsphase über zehn Jahre erstrecken dürfte und an der sich der Landkreis finanziell mit etwa 14 Millionen Euro beteilige.

Prietz, selbst Bremervörder und Stadtratsmitglied, warb für die aktuelle Haushaltsdiskussion um Gelassenheit. Dirk Stelling hatte zuvor gefordert, dass der Kreis sich finanziell auf die Kommunen zubewege.
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